Dienstbeginn: 10.02.2009 07:30
Dienstende: 10.02.2009 17:30
Heute Morgen hatten wir einen Einsatz am Bahnhof. Uns wurde nur gemeldet, dass dort eine Person ohnmächtig geworden war, also wurde auch gleich der Notarzt mit alarmiert. Wir, als RTW, waren natürlich zuerst vor Ort. Wir gingen also mit unserer Ausrüstung in den Bahnhof hinein und suchten den Patienten. Aber es schien keiner unsere Hilfe zu benötigen, also haben wir auch einige Bahnsteige abgesucht und dann auch unseren Patienten gefunden. Uns wurde nämlich bei Alarmierung die Information gegeben, dass der Patient sich in der Eingangshalle des Bahnhofs befände, dem war aber nicht so.
Der Patient war inzwischen aber wieder bei Bewusstsein und eine Ärztin in zivil erklärte uns was genau passiert war. Wir bestellten also unseren Notarzt wieder ab, da es dem Patienten soweit gut ging. Wir brachten ihn erst einmal zu unserem RTW und fragten die Ärztin noch, ob sie uns einen Zugang legen würde - sie stimmte zu. Wir führten ein klassisches Basismonitoring (Blutzucker, EKG, Blutdruck etc.) durch, allerdings war alles unauffällig und es war nicht klar, warum unser Patient ohnmächtig geworden war. Bei der weiteren Anamnese stellte sich dann noch heraus, dass er einige Vorerkrankungen hatte, aber keine erklärte seine kurzzeitige Bewusstlosigkeit.
Wir brachen ihn dann ohne Sonderrechte ins Krankenhaus zur weiteren Abklärung.
Um die Mittagszeit herum hatten wir dann noch einen Transport von einer Behinderteneinrichtung zu einem Krankenhaus in der Umgebung. Der Patient, ein 22-jähriger Mann, war seit einem Motorradunfall behindert und sollte nun, zusammen mit seiner Mutter in ein Krankenhaus mit ständiger neurologischer Überwachung verlegt werden.
Das war schon ein Fall der mich emotional sehr bewegt hat, da der Patient nicht viel älter war als ich und ich bewundere wirklich die Mutter, die sehr offen mit uns über ihren Sohn gesprochen hat.